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Ziel:
Das Ziel des RONAF-Projekts ist die Entwicklung und
Untersuchung eines Systems zur Navigation an der lateralen Schädelbasis,
welches einen Roboter bei operativen Eingriffen interaktiv überwachen kann.
Navigation:
Dabei kommen modulare, mehrstufige Navigations- und Regelungsverfahren zum Einsatz. Zur globalen
Navigation wird der Eingriff präoperativ anhand eines dreidimensionalen
Bilddatensatzes (CT, MRT) geplant und der Roboter inkl. Instrument relativ zu diesem
Datensatz bewegt. Zur lokalen Navigation und Regelung erfolgt eine intraoperative Rückkopplung
der Sensorik (Kraft/Drehmoment, Temperatur, Ultraschallscans, elektrophysiologische Ableitungen, Navigationssystem)
an den Roboter. Durch deren automatisierte Auswertung ist eine Detektion der zu schonenden Strukturen gewährleistet.
Anwendungen:
Als Anwendungsbeispiele für den Einsatz des Systems im Bereich der lateralen Schädelbasis
werden das Fräsen eines Implantatlagers (z.B. für Cochlea-Implantate oder Hörgeräte)
und das Ausfräsen des Warzenfortsatzes (Mastoidektomie) betrachtet. Diese
Eingriffe erfordern vom Operateur extreme Präzision (z.T. im
Submillimeterbereich) und hohen Kraftaufwand, um
größere Knochenmengen mit dem Fräser abzutragen. Die
Realisierung des geplanten Systems wäre deshalb ein großer Fortschritt zur
Verbesserung der Prozessqualität des operativen Eingriffs. Zudem sind weiter steigende
Fallzahlen bei boomartig steigender Nachfrage nach implantierbaren Hörgeräten
und Cochlea-Implantaten zu erwarten.
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